Da sich die Welt der Softwareentwicklung ständig weiterentwickelt, steigt auch der Bedarf an effektiven Continuous-Integration-/Continuous-Deployment-Tools (CI/CD-Tools), die den Prozess optimieren. Zwei beliebte Lösungen, GitHub Actions und Jenkins, werden häufig miteinander verglichen, da Entwickler nach der effektivsten Lösung suchen.
In diesem Artikel werden die wichtigsten Funktionen und Unterschiede zwischen GitHub Actions und Jenkins sowie die jeweiligen besten Einsatzszenarien untersucht, damit Sie die beste Entscheidung für Ihr Unternehmen treffen können.
- Was ist GitHub Actions?
- Was ist Jenkins?
- GitHub Actions vs. Jenkins im Überblick
- Am besten beim Preis: Jenkins
- Am besten beim Hosting: GitHub Actions
- Am besten bei der Integration: Jenkins
- Am besten bei der Skalierbarkeit: Jenkins
- Warum sollten Sie GitHub Actions oder Jenkins nicht verwenden?
- Die 5 besten Alternativen zu GitHub Actions und Jenkins
- Fazit: GitHub Actions vs. Jenkins
Was ist GitHub Actions?
GitHub Actions erleichtert die Automatisierung Ihrer Software-Workflows mit CI/CD. Sie können Code von GitHub aus entwickeln, testen und bereitstellen und die Bearbeitung von Issues, die Verwaltung von Branches und Code-Reviews nach Ihren Vorstellungen gestalten.
Wenn Sie eine eng integrierte Lösung mit besonderem Augenmerk auf Benutzerfreundlichkeit suchen, könnte GitHub Actions die richtige Wahl sein – insbesondere, wenn Sie GitHub bereits als Ihr System zur Quellcodeverwaltung nutzen.
Was ist Jenkins?
Jenkins ist ein eigenständiger Open-Source-Automatisierungsserver, der zahlreiche Plugins zur Unterstützung bei der Entwicklung, Bereitstellung und Automatisierung von Projekten bietet.
Für Nutzer anderer Systeme zur Quellcodeverwaltung bietet es mehr Flexibilität und Kontrolle, erfordert jedoch möglicherweise mehr Aufwand bei Einrichtung und Wartung.
- GitHub Actions: Am besten für CI/CD geeignet, wenn GitHub Ihr System zur Quellcodeverwaltung ist
- Jenkins: Am besten für CI/CD mit anderen Systemen zur Quellcodeverwaltung geeignet
GitHub Actions vs. Jenkins im Überblick
Hier finden Sie einen schnellen Überblick über die Unterschiede zwischen GitHub Actions und Jenkins, damit Sie entscheiden können, welches CI/CD-Tool am besten zu Ihren spezifischen Anforderungen passt.
| Funktion | ![]() | ![]() |
|---|---|---|
| Preis | Kostenlos für öffentliche Repositories, kostenpflichtig für private | Open Source, kostenlos |
| Hosting | Auf GitHub gehostet | Selbst gehostet |
| Konfiguration | YAML-Syntax | Über die Benutzeroberfläche |
| Integration | Eng in GitHub integriert | Zahlreiche Community-Plugins. Integration mit den meisten Systemen zur Quellcodeverwaltung |
| Benutzerfreundlichkeit | Einfach einzurichten und zu warten | Steilere Lernkurve, höherer Aufwand |
| Sicherheitsfunktionen | Abhängig von den Sicherheitsfunktionen von GitHub | Von der Community unterstützte Plugins und Konfigurationen |
| Skalierbarkeit | Durch die Infrastruktur von GitHub begrenzt | Hochgradig skalierbar, abhängig von der selbst gehosteten Infrastruktur |
| Integration mit GitHub | Native Integration | Plugins erforderlich |
| Flexibilität | Durch die Funktionen und Infrastruktur von GitHub begrenzt | Dank der Plugins hochgradig flexibel |
| Reifegrad | Relativ neu, weniger ausgereift | Etabliert, ausgereifter |
Am besten beim Preis: Jenkins
Beim Preis hat Jenkins einen klaren Vorteil, da es sich um ein Open-Source-Tool handelt, das für Nutzer kostenlos ist.
Im Gegensatz dazu ist die Nutzung von GitHub Actions für standardmäßige von GitHub gehostete Runner in öffentlichen Repositories und für selbst gehostete Runner kostenlos, für private Repositories fallen jedoch Gebühren an.
Jedes private GitHub-Konto erhält abhängig vom mit dem Konto verbundenen Produkt eine bestimmte Menge kostenloser Minuten und Speicherplatz zur Nutzung mit von GitHub gehosteten Runnern. Eine darüber hinausgehende Nutzung wird durch Ausgabenlimits geregelt; die Abrechnung basiert auf den Ausführungsminuten für gehostete Runner.
Für Preisbewusste erweist sich Jenkins als die budgetfreundlichere Option, da die Open-Source-Natur keine direkten wiederkehrenden Kosten verursacht.
Am besten beim Hosting: GitHub Actions
Bei der Bewertung von Hosting-Optionen erweist sich GitHub Actions für viele Nutzer als die komfortablere Wahl.
Als Teil des GitHub-Ökosystems wird GitHub Actions auf GitHub gehostet. Sie müssen sich daher nicht um die Einrichtung und Wartung eines eigenen Servers kümmern. Das spart Zeit und Aufwand und gewährleistet eine nahtlose Integration in Ihre bestehenden GitHub-Repositories und Workflows.
Jenkins erfordert dagegen Self-Hosting, was bedeutet, dass Sie für die Verwaltung der Serverinfrastruktur verantwortlich sind. Dieser Ansatz bietet zwar eine größere Kontrolle über die Umgebung und kann je nach gewählter Infrastruktur hochgradig skalierbar sein, erfordert aber zusätzlichen Aufwand für Einrichtung, Wartung und Updates.
Letztlich hängt die beste Wahl beim Hosting von Ihren spezifischen Anforderungen und Präferenzen ab. Wenn Sie Benutzerfreundlichkeit und einen möglichst geringen Aufwand bei der Serververwaltung priorisieren, ist GitHub Actions die richtige Wahl. Wenn Sie hingegen vollständige Kontrolle über Ihre CI/CD-Umgebung benötigen und bereit sind, die Serverinfrastruktur zu verwalten, könnte Jenkins die bessere Option sein.
Am besten bei der Integration: Jenkins
Bei den Integrationsmöglichkeiten ist Jenkins aufgrund seiner umfangreichen Auswahl von über 1.800 von der Community beigesteuerten Plugins und seiner Anpassungsfähigkeit an verschiedene Systeme zur Quellcodeverwaltung die erste Wahl.
Als ausgereiftes und flexibles CI/CD-Tool verfügt Jenkins über eine große und aktive Community, die zahlreiche Plugins zur Integration mit anderen Tools und Systemen entwickelt hat. Dadurch kann Jenkins problemlos mit verschiedenen Plattformen, Diensten und Umgebungen verbunden werden und eine vielseitige sowie anpassbare Nutzung ermöglichen.
GitHub Actions ist zwar eng in die GitHub-Plattform integriert, bietet möglicherweise jedoch ein anderes Maß an Flexibilität bei der Integration mit anderen Tools und Systemen. Der GitHub-Actions-Marktplatz bietet zwar eine beträchtliche Anzahl vorgefertigter Actions, deckt aber nur einige der möglichen Integrationsanforderungen ab, insbesondere für Nutzer, die mit vielfältigen oder speziellen Tools und Plattformen arbeiten.
Wenn die Integration mit einer großen Vielfalt an Tools und Systemen für Ihre CI/CD-Workflows Priorität hat, ist Jenkins die bessere Wahl. Das umfangreiche Plugin-Ökosystem und die Kompatibilität mit jedem System zur Quellcodeverwaltung machen Jenkins zu einer äußerst anpassungsfähigen und individuell konfigurierbaren Lösung für vielfältige Entwicklungsumgebungen.
Am besten bei der Skalierbarkeit: Jenkins
Was die Skalierbarkeit betrifft, hat Jenkins gegenüber GitHub Actions vor allem aufgrund seiner selbst gehosteten Struktur die Nase vorn.
Mit Jenkins haben Sie vollständige Kontrolle über Ihre Serverinfrastruktur. Dadurch können Sie Ihre CI/CD-Umgebung nach Bedarf für ein vertikales oder horizontales Wachstum skalieren. Diese Flexibilität bedeutet, dass Sie Größe, Leistung und Konfiguration Ihrer Build-Umgebung selbst bestimmen können. So lässt sich Ihre CI/CD-Pipeline auf Grundlage der spezifischen Anforderungen Ihres Projekts optimieren.
GitHub Actions greift dagegen auf die Infrastruktur von GitHub zurück, was die Skalierbarkeit Ihrer CI/CD-Pipeline einschränken kann. GitHub stellt zwar eine robuste und zuverlässige Umgebung bereit, doch deren Beschränkungen können Ihre Möglichkeiten behindern, die CI/CD-Pipeline an wachsende oder schwankende Anforderungen anzupassen. Außerdem können je nach Typ Ihres GitHub-Kontos Nutzungsgrenzen gelten, die die Skalierbarkeit Ihrer Pipeline zusätzlich beeinträchtigen könnten.
Wenn Skalierbarkeit für Ihre CI/CD-Pipeline daher höchste Priorität hat, ist Jenkins die überlegene Option. Die selbst gehostete Infrastruktur bietet die nötige Flexibilität und Kontrolle, um Ihre Pipeline an die sich verändernden Anforderungen Ihres Projekts anzupassen und während des gesamten Entwicklungslebenszyklus eine optimale Leistung und Effizienz sicherzustellen.
Warum sollten Sie GitHub Actions oder Jenkins nicht verwenden?
Obwohl GitHub Actions und Jenkins wertvolle Funktionen und Vorteile für CI/CD-Pipelines bieten, sind sie möglicherweise nicht für jeden geeignet. Es ist wichtig, die Einschränkungen der einzelnen Tools zu verstehen und zu prüfen, ob sie zu Ihren Projektanforderungen und Präferenzen passen.
Wer sollte GitHub Actions nicht verwenden?
GitHub Actions ist möglicherweise nicht die beste Wahl für Entwickler oder Teams, die:
- GitHub nicht als primäres System zur Quellcodeverwaltung verwenden: GitHub Actions wurde für eine nahtlose Zusammenarbeit innerhalb des GitHub-Ökosystems entwickelt. Wenn Sie ein anderes System zur Quellcodeverwaltung verwenden, können Integrationsprobleme auftreten und die Vorteile der nativen Integration entfallen.
- eine umfassende Integration mit vielfältigen oder speziellen Tools benötigen: Der GitHub-Actions-Marktplatz bietet zwar viele vorgefertigte Actions, deckt aber möglicherweise nicht jedes Integrationsszenario ab, insbesondere wenn Sie mit speziellen oder individuell entwickelten Tools arbeiten.
- Skalierbarkeit priorisieren müssen: GitHub Actions greift auf die Infrastruktur von GitHub zurück, wodurch die Skalierbarkeit Ihrer CI/CD-Pipeline begrenzt wird. Wenn Ihr Projekt eine umfangreiche Skalierung erfordert, können je nach Typ Ihres GitHub-Kontos und den verfügbaren Ressourcen Einschränkungen auftreten.
Wer sollte Jenkins nicht verwenden?
Jenkins ist möglicherweise nicht die ideale Wahl für Entwickler oder Teams, die:
- einen möglichst geringen Aufwand bei der Serververwaltung bevorzugen: Jenkins erfordert Self-Hosting. Das bedeutet, dass Sie für die Einrichtung, Wartung und Aktualisierung Ihrer Serverinfrastruktur verantwortlich sind. Dies kann zeitaufwendig und für Teams mit begrenzten Ressourcen oder wenig Erfahrung in der Serververwaltung ungeeignet sein.
- ein einfach zu bedienendes, einsteigerfreundliches Tool suchen: Jenkins hat eine steilere Lernkurve als GitHub Actions und erfordert möglicherweise mehr Aufwand bei Einrichtung und Wartung. Wenn Sie neu im Bereich CI/CD sind oder eine unkomplizierte Lösung ohne großen Konfigurationsaufwand bevorzugen, könnte GitHub Actions besser geeignet sein.
- stark auf GitHub zur Quellcodeverwaltung setzen: Wenn Ihr Team GitHub als primäres System zur Quellcodeverwaltung verwendet, bietet GitHub Actions native Integration und eine nahtlosere Erfahrung. Jenkins lässt sich zwar über Plugins in GitHub integrieren, der Prozess ist jedoch möglicherweise nicht so reibungslos oder intuitiv wie bei GitHub Actions.
Wenn Sie diese Einschränkungen verstehen und die individuellen Anforderungen Ihres Projekts sorgfältig berücksichtigen, können Sie fundiert entscheiden, ob GitHub Actions oder Jenkins das richtige CI/CD-Tool für Sie ist.
Die 5 besten Alternativen zu GitHub Actions und Jenkins
Wenn Sie neben GitHub Actions und Jenkins weitere CI/CD-Tools erkunden, sollten Sie auch einige Alternativen mit jeweils eigenen Funktionen und Vorteilen in Betracht ziehen, etwa CircleCI, Pantheon, CloudBees, Flosum oder Buddy.
Jede dieser Alternativen bietet eigene Stärken und Funktionen und damit vielfältige Möglichkeiten für Entwickler, die ihre CI/CD-Pipelines optimieren möchten. Indem Sie diese Tools anhand der spezifischen Anforderungen Ihres Projekts bewerten, finden Sie die passende CI/CD-Lösung für Ihre Bedürfnisse.
CircleCI
CircleCI ist ein beliebtes cloudbasiertes CI/CD-Tool, das mehrere Sprachen und Plattformen unterstützt.
Mit der unkomplizierten Einrichtung und der benutzerfreundlichen YAML-Konfiguration ermöglicht CircleCI eine nahtlose CI/CD-Erfahrung. Die Plattform bietet umfangreiche Optionen für die Skalierung, sodass Sie Ressourcen dynamisch auf Grundlage der Anforderungen Ihres Projekts zuweisen können.
CircleCI bietet ein großzügiges kostenloses Kontingent und ist damit eine attraktive Wahl für kleine Teams und einzelne Entwickler.
Pantheon
Pantheon ist eine Plattform für den Webbetrieb, die CI/CD, Hosting und DevOps-Tools speziell für Drupal- und WordPress-Websites kombiniert.
Mit dem Fokus auf die Website-Entwicklung bietet Pantheon eine hochgradig optimierte Umgebung für die Verwaltung und Bereitstellung von Websites. Pantheon vereinfacht viele komplexe Aufgaben wie Caching und Performance-Tuning und ist damit eine ausgezeichnete Option für Webentwickler, die ihre CI/CD-Prozesse optimieren möchten.
CloudBees
CloudBees ist eine leistungsstarke CI/CD-Plattform auf Unternehmensebene, die auf Jenkins aufbaut. Sie bietet die Flexibilität und Skalierbarkeit von Jenkins und ergänzt diese um Verwaltungs- und Sicherheitsfunktionen für größere Organisationen.
Mit CloudBees können Sie das umfangreiche Jenkins-Ökosystem nutzen und gleichzeitig von einer optimierten und verwalteten CI/CD-Erfahrung profitieren. Damit ist CloudBees eine geeignete Wahl für Unternehmen, die erweiterte Funktionen und Support benötigen.
Flosum
Flosum ist eine Salesforce-native CI/CD-Plattform, die die Entwicklung und Bereitstellung von Salesforce-Anwendungen vereinfachen soll.
Mit seinem speziellen Fokus auf Salesforce bietet Flosum Salesforce-Entwicklern eine maßgeschneiderte CI/CD-Erfahrung. Die Plattform stellt Funktionen wie Versionskontrolle, automatisierte Bereitstellungen und Continuous Integration direkt in der Salesforce-Umgebung bereit und ist damit eine ideale Wahl für Teams, die ausschließlich mit Salesforce arbeiten.
Buddy
Buddy ist eine benutzerfreundliche CI/CD-Plattform mit starkem Fokus auf Einfachheit und Benutzerfreundlichkeit. Dank der intuitiven Benutzeroberfläche können Sie mit Buddy CI/CD-Pipelines mit minimalem Aufwand erstellen und verwalten.
Die Plattform unterstützt eine Vielzahl von Sprachen, Frameworks und Integrationen und ist damit eine vielseitige Option für unterschiedlichste Projekte. Außerdem bietet Buddy einen visuellen Pipeline-Builder, der besonders für Entwickler interessant sein kann, die einen stärker visuellen Ansatz für CI/CD bevorzugen.
Fazit: GitHub Actions vs. Jenkins
Die Wahl des richtigen CI/CD-Tools für Ihre konkrete Situation ist entscheidend, um Ihre Entwicklungsprozesse zu optimieren und einen reibungslosen Workflow sicherzustellen. In diesem umfassenden Vergleich von GitHub Actions und Jenkins haben wir die Stärken und Einschränkungen der beiden Tools anhand verschiedener wichtiger Funktionen für die Bewertung von DevOps-CI/CD-Tools herausgearbeitet.
GitHub Actions zeichnet sich durch die native Integration in die GitHub-Plattform, Benutzerfreundlichkeit und den Komfort einer gehosteten Lösung aus und ist damit eine ausgezeichnete Wahl für Teams, die bereits GitHub verwenden oder neu im Bereich CI/CD sind.
Jenkins hingegen Jenkins bietet Flexibilität, Skalierbarkeit und leistungsstarke Integrationsmöglichkeiten und ist damit die geeignetere Wahl für Teams, die mehr Kontrolle über ihre CI/CD-Umgebung und die Integration verschiedener Tools und Plattformen benötigen.
Indem Sie die spezifischen Anforderungen Ihres Projekts sowie die einzigartigen Vorteile der einzelnen Plattformen berücksichtigen, können Sie eine fundierte Entscheidung treffen und die CI/CD-Lösung wählen, die am besten zu Ihrer Situation passt. So steigern Sie letztlich die Effizienz und Produktivität Ihres Teams.
Tauchen Sie tief ein in DevOps-CI/CD-Tools und Best Practices mit unserem vollständigen Leitfaden.

