Backups waren schon immer ein wichtiger Bestandteil der Cybersicherheit von Unternehmen. Die meisten Backup-Technologien und -Protokolle konzentrieren sich jedoch auf Server und Daten, nicht auf die Endgeräte selbst, die diese Informationen erzeugen. Da Remote-Arbeit zur Norm wird, sollte das Backup von Endgeräten ebenfalls eine zentrale Rolle in der Cybersicherheit von Unternehmen spielen.
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Risiken für Endgeräte bei Remote-Belegschaften
Flexible Arbeitsumgebungen waren vor nicht allzu langer Zeit selten, aber 58 % der US-amerikanischen Erwerbstätigen können heute zumindest teilweise remote arbeiten. Der durch die Pandemie ausgelöste Boom der Remote-Arbeit hat dazu geführt, dass laut Berichten 98 % der derzeit remote arbeitenden Beschäftigten für den Rest ihres Berufslebens die Möglichkeit dazu bevorzugen.
Dieser Wandel hat zu einem starken Anstieg der Endgeräte geführt, die sich mit den Systemen und Daten von Unternehmen verbinden. Folglich vergrößern sich auch die Angriffsflächen. Die Cybersicherheitsrisiken der Remote-Arbeit gehen über die schiere Größe der potenziellen Einstiegspunkte für Angreifer hinaus.
Mitarbeiter verwenden bei der Arbeit zu Hause wahrscheinlich nicht die Geräte des Unternehmens. Stattdessen nutzen sie ihre eigenen Computer und Telefone in ihren persönlichen, möglicherweise ungesicherten Netzwerken. Dadurch ist es schwierig, Schwachstellen im Zusammenhang mit Endgeräten zu bewerten und abzusichern. Herkömmliche Ansätze für die Cybersicherheit reichen angesichts dieser verteilten Netzwerke mit geringer Sichtbarkeit nicht mehr aus.
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Wie Backups von Endgeräten helfen
Systeme für das Backup von Endgeräten beseitigen diese Schwachstellen nicht unbedingt, können ihre Auswirkungen jedoch abmildern. Ein Bring-your-own-Device-(BYOD)-System über möglicherweise Tausende verschiedener Netzwerke und Standorte hinweg genauso abzusichern wie eine herkömmliche Büroumgebung, ist praktisch unmöglich. Sie können auf diesen Geräten nicht dasselbe Schutzniveau gewährleisten. Daher ist es wichtiger, den Schaden eines möglichen Sicherheitsvorfalls zu begrenzen.
Backups von Endgeräten stellen sicher, dass Angriffe auf ein einzelnes Gerät keine systemweiten Störungen verursachen. Sie ermöglichen eine schnellere Wiederherstellung, minimieren Kosten und Produktivitätsverluste und verhindern, dass Sicherheitsverletzungen zu Datenverlusten oder erheblichen Ausfallzeiten führen.
Angesichts der Tatsache, dass 68 % der IT-Fachleute im Jahr 2020 mindestens einen erfolgreichen Angriff auf ein Endgerät erlebt haben, ist es zu riskant anzunehmen, dass Ihre Remote-Mitarbeiter vollständig sicher sind. Die durchschnittlichen Kosten dieser Sicherheitsverletzungen sind auf 8,94 Millionen US-Dollar gestiegen. Daher ist die Eindämmung erfolgreicher Angriffe von entscheidender Bedeutung.
So implementieren Sie ein Backup von Endgeräten für Remote-Arbeit
Heutzutage bieten viele Softwareanbieter Lösungen für das Backup von Endgeräten an. Eine erfolgreiche Implementierung erfordert jedoch sorgfältige Planung und eine durchdachte Strategie. Im Folgenden finden Sie einige Schritte, mit denen Sie das Potenzial von Backups für Endgeräte optimal ausschöpfen.
1. Umfang der Endgerätedaten bestimmen
Der erste Schritt beim Aufbau eines Systems für das Backup von Endgeräten besteht darin, festzulegen, was Sie schützen müssen. Einige SaaS-Lösungen können Volumenbeschränkungen haben oder für bestimmte Datenmengen höhere Preiskategorien voraussetzen. Wenn Sie vor dem Vergleich von Anbietern nicht wissen, was Sie benötigen, kann dies zu höheren Kosten oder Problemen mit der Zuverlässigkeit führen.
Idealerweise können Sie jede Information auf jedem Gerät sichern, aber das ist nicht immer praktikabel. Das durchschnittliche Unternehmen verwaltet rund 135.000 Endgeräte, sodass das Speichern von Kopien aller Daten auf jedem Rechner eine enorme Speicherinfrastruktur erfordern würde.
Wenn eine vollständige Sicherung nicht möglich ist, führen Sie eine Risikobewertung durch. Ermitteln Sie, welche Endgeräte und Daten am verwundbarsten oder kritischsten sind. Sichern Sie diese zuerst und verteilen Sie anschließend die Ressourcen entsprechend auf Geräte und Daten mit niedrigerer Priorität.
2. Ziele für Backup und Wiederherstellung festlegen
Ebenso müssen IT-Teams ihre Ziele für Backup- und Wiederherstellungssysteme festlegen. Welche Informationen oder Endgeräte möchten Sie zuerst wieder online bringen? Welche Wiederherstellungszeiten müssen Sie einhalten, um den Schaden zu minimieren?
Wie beim vorherigen Schritt sollten sich die Antworten auf diese Fragen an Risikobewertungen orientieren. Die Einhaltung zeitlicher Ziele bedeutet wahrscheinlich, sich auf besonders wertvolle Ziele zu konzentrieren, statt das gesamte System wieder online zu bringen. Backup- und Wiederherstellungslösungen sollten daher zunächst die verwundbarsten oder geschäftskritischen Systeme priorisieren.
Es ist wichtig, alle relevanten Stakeholder einzubeziehen, auch diejenigen außerhalb der IT-Abteilungen, um diese Ziele festzulegen. Überlegen Sie, was sich auf das gesamte Unternehmen am stärksten auswirkt, nicht nur auf Ihre spezifischen Abläufe.
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3. So viel wie möglich automatisieren
Wie bei vielen Prozessen setzen die effektivsten Systeme für das Backup von Endgeräten umfangreich auf Automatisierung. Menschen müssen entscheiden, welche Geräte und Daten am wichtigsten sind und gesichert werden sollen. Automatisierte Systeme sollten den eigentlichen Prozess übernehmen.
Idealerweise sollte Ihr System jedes Mal neue Kopien hochladen, wenn sich die Daten eines Endgeräts ändern. Eine manuelle Durchführung würde die Produktivität erheblich senken, da Mitarbeiter ihre Tätigkeit regelmäßig unterbrechen müssten, um Backups zu speichern. Stattdessen sollte die Lösung Dateien automatisch sichern und das betroffene Endgerät wiederherstellen, wenn ein Angriff erfolgreich ist.
Bei Automatisierung geht es um mehr als nur Effizienz. Stress und Ablenkungen erhöhen die Cybersicherheitsrisiken, die in Remote-Belegschaften häufiger auftreten können. Angesichts dieser Bedrohungen können Sie sich nicht darauf verlassen, dass fehleranfällige Mitarbeiter den Backup-Prozess verwalten. Durch seine Automatisierung sinkt die Wahrscheinlichkeit eines sicherheitsgefährdenden Fehlers.
4. Leistung in den Mittelpunkt stellen
Ebenso wichtig ist, sicherzustellen, dass das System für Backup und Wiederherstellung von Endgeräten die Produktivität der Mitarbeiter nicht beeinträchtigt. Lösungen, die normale Abläufe stören, verfehlen das übergeordnete Ziel, Ausfallzeiten zu minimieren. Sie sind möglicherweise vor angreiffsbedingten Störungen geschützt, aber Verluste durch langsamere reguläre Arbeitsabläufe können diesen Erfolg zunichtemachen. Eine höhere Leistung trägt zudem dazu bei, Fehler und Störungen zu reduzieren.
Automatisierte Backups verbessern die Leistung. Werden sie mit größeren, geplanten Backups kombiniert, lassen sich noch bessere Ergebnisse erzielen. Eine weitere Möglichkeit, die Systemleistung zu steigern, besteht darin, die zu sichernde Datenmenge zu reduzieren, insbesondere die Menge, die auf einmal gesichert wird.
Eine Eingrenzung des Backup-Umfangs im ersten Schritt hilft dabei, aber Sie können noch weiter gehen. Backup-Systeme sollten eine Deduplizierung umfassen, unabhängig davon, ob diese intern oder durch einen Drittanbieter erfolgt. Die Konsolidierung von Daten und die Reduzierung von Redundanzen über das für zuverlässige Backups erforderliche Maß hinaus helfen, Kosten zu kontrollieren und die Leistung zu verbessern.
5. Backups absichern
Es mag offensichtlich erscheinen, aber es ist entscheidend, auch die Backups von Endgeräten abzusichern. Wenn Angreifer in das Rechenzentrum oder die Cloud-Umgebung eindringen, in der Sie Ihre Backups speichern, sind diese nicht besonders nützlich.
Der erste Schritt ist die Verschlüsselung. Sie sollten Backups sowohl während der Übertragung als auch im Ruhezustand verschlüsseln. Die meisten IT-Abteilungen setzen diesen Schutz auf Geräten wie Computern bereits ein. Wichtig ist jedoch, Endgeräte des Internets der Dinge (IoT) nicht zu übersehen. Berichten zufolge sind bis zu 98 % des IoT-Datenverkehrs unverschlüsselt, wodurch enorme Schwachstellen entstehen.
Auch Tools wie Netzwerküberwachungssoftware und Anomalieerkennung können helfen. Es kann zudem sinnvoll sein, Offline-Backups hochsensibler Daten aufzubewahren.
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6. Schutz der Endgeräte nicht übersehen
IT-Teams müssen erkennen, dass Backups von Endgeräten kein Ersatz für Sicherheit sind. Diese Lösungen sind unverzichtbar, um die Auswirkungen eines Sicherheitsvorfalls zu begrenzen. Dennoch sollten Sie weiterhin versuchen, Angriffe zu verhindern.
Die Absicherung von Remote-Umgebungen ist schwierig, aber nicht unmöglich. Etwa 84 % der Unternehmen haben Datenschutzverletzungen erlebt die auf menschliches Versagen zurückzuführen waren. Daher ist die Schulung der Mitarbeiter einer der wichtigsten Schritte. Auch der Einsatz einer Zero-Trust-Architektur, um laterale Bewegungen zu minimieren und das Identitätsmanagement zu verbessern, ist hilfreich.
7. Backup-Programme regelmäßig überprüfen
Unternehmen sollten eine Kultur der kontinuierlichen Überprüfung und Verbesserung fördern. Da Remote-Belegschaften wachsen und sich weiterentwickeln, wird Ihr derzeitiges System wahrscheinlich irgendwann nicht mehr ausreichen. Ohne regelmäßige Überprüfung könnte dies gefährliche Schwachstellen schaffen.
Es ist sinnvoll, die Anforderungen, Ziele und Tools für Backups mindestens einmal jährlich neu zu bewerten. Wenn es in diesem Zeitraum zu Sicherheitsverletzungen kommt, sollten Sie diese als Gelegenheit zur Verbesserung nutzen. Prüfen Sie, was gut funktioniert hat und was hätte besser laufen können, um Anpassungen vorzunehmen und ähnliche Situationen in Zukunft zu verhindern oder abzumildern.
Backups von Endgeräten sind für Remote-Arbeit entscheidend
Die Cybersicherheit bei Remote-Arbeit ist kompliziert, aber unverzichtbar. Angesichts dieser Herausforderung werden Backups von Endgeräten für Remote-Arbeit zu einem immer wichtigeren Bestandteil des Geschäftsbetriebs.
Jedes Unternehmen hat eine individuelle Risikolandschaft. Dennoch sollten Backup- und Wiederherstellungssysteme in jedem Sicherheitsplan berücksichtigt werden. Teams, die diese Schritte befolgen und zuverlässige Backup-Lösungen erstellen, können sicherstellen, dass ihre Remote-Mitarbeiter die Sicherheitslage des Unternehmens nicht gefährden.
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