Was ist Systemhärtung? Tipps und Best Practices

Cyberkriminalität nimmt immer größere Ausmaße an, und da die Zahlen von Jahr zu Jahr steigen, entstehen Unternehmen weiterhin Verluste in Millionenhöhe. Leider scheint sich die Lage während der Pandemie noch weiter verschärft zu haben. Während das FBI einen Anstieg der Cyberkriminalität um 400 % meldete, stellte auch die Accenture State of Cybersecurity Survey fest, dass Ransomware […]

Jan 4, 2022
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What is System Hardening? Tips and Best Practices

What is System Hardening? Tips and Best Practices

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Cyberkriminalität nimmt immer größere Ausmaße an, und da die Zahlen von Jahr zu Jahr steigen, entstehen Unternehmen weiterhin Verluste in Höhe von Millionen US-Dollar. Leider scheint sich die Lage während der Pandemie noch weiter verschärft zu haben. Während das FBI einen Anstieg der Cyberkriminalität um 400 % meldete, stellte die Accenture State of Cybersecurity Survey außerdem fest, dass Ransomware-Angriffe innerhalb eines Jahres, von 2020 bis 2021, um 31 % zunahmen.

In einem solchen Szenario ist der Schutz von Systemen und Daten für Unternehmen unverzichtbar geworden. Es gibt zwar keine einzelne Methode, die vor allen Arten von Angriffen schützt, doch Systemhärtung bietet einen Ausweg.

Systemhärtung ist ein Prozess, der Computersysteme sichert, indem die Angriffsfläche reduziert wird, damit sie nicht gehackt werden können. Sie umfasst eine Reihe von Tools und Methoden, mit denen nicht benötigte Dienste entfernt werden, um die Sicherheitsrisiken für Ihr System so weit wie möglich zu minimieren. 

Dieser Artikel behandelt die Systemhärtung, ihre Vorteile und Arten sowie die Best Practices für eine erfolgreiche Umsetzung der Systemhärtung. 

Was ist Systemhärtung? 

Bedrohungsakteure können ein Unternehmen durch das Ausnutzen von Schwachstellen im System in die Knie zwingen, etwa ungepatchter Firmware, gängiger Passwörter, falsch konfigurierter Geräte, unzureichender Benutzerberechtigungen, unverschlüsselter Daten und anderer Schwachstellen.  

Systemhärtung identifiziert die potenziellen Sicherheitslücken in Ihrem System, verkleinert die Angriffsfläche und behebt Sicherheitsmängel, um das System besser zu schützen. Dadurch haben Angreifer weniger Möglichkeiten, in Systeme einzudringen und Cyberangriffe zu starten. Insgesamt verbessern Sie durch die Systemhärtung die betriebliche Effizienz Ihres Systems und stellen sicher, dass es jederzeit den Compliance-Anforderungen entspricht. 

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Vorteile der Systemhärtung 

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Höhere Sicherheit: Bei korrekter Durchführung reduziert die Systemhärtung das Risiko, dass Ihr Unternehmen Cyberangriffen zum Opfer fällt, erheblich. Da die Systemhärtung die Angriffsfläche minimiert, senkt sie automatisch das Risiko , dass Ihr System Cyberangriffen und anderen böswilligen Aktivitäten ausgesetzt wird. 

Bessere Leistung: Wenn Sie mit einer begrenzten Zahl, dafür aber wichtigen gehärteten Systemen und Programmen arbeiten, können Sie diese besser überwachen und sicherstellen, dass sie optimal funktionieren. 

Langfristige Einsparungen: Wenn Ihr System gesichert ist, kommt es zu weniger Sicherheitsvorfällen. Dadurch geben Sie langfristig weniger Geld für Maßnahmen zur Notfallwiederherstellung aus. Da durch die Härtung außerdem überflüssige Software und Hardware entfernt werden, sinken auch die Wartungskosten.

Einfachere Audits: Eine geringere Anzahl von Anwendungen und Programmen bedeutet, dass eine weniger komplexe Infrastruktur verwaltet werden muss, wodurch Audits einfacher und vergleichsweise leichter zu bewältigen sind. 

Arten der Systemhärtung

Systemhärtung schützt nicht nur die Softwareanwendungen eines Computers, sondern auch die übrige Angriffsfläche, die ein Angreifer zur Kompromittierung Ihres Systems nutzt.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, Ihr System zu härten, darunter:

1. Serverhärtung

Cyberkriminelle können sich häufig über ungesicherte Ports oder nicht verwendete Dienste unbefugten Zugriff auf Ihre Systeme verschaffen. Die Serverhärtung zielt darauf ab, die Angriffsfläche des Servers zu reduzieren, indem unnötige Software entfernt und die verbleibende Software für maximale Sicherheit konfiguriert wird.

Zu den Härtungsmaßnahmen gehören: 

  • Server härten, bevor sie mit externen Netzwerken verbunden werden
  • Unnötige Ports und Dienste löschen
  • Server patchen und aktualisieren
  • Starke Passwortrichtlinien verwenden
  • AES-Verschlüsselung zum Schutz vertraulicher Informationen verwenden
  • Superuser- und Administratorberechtigungen einrichten
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2. Härtung von Betriebssystemen

Bei der Härtung von Betriebssystemen (OS) werden Sicherheitsfunktionen zum Betriebssystem hinzugefügt, um es sicherer zu machen. Betriebssysteme sind zwar von Natur aus sicher, durch ihre Härtung werden sie jedoch noch sicherer. Die Härtung von Betriebssystemen umfasst das Einspielen von Patches und die Anwendung fortschrittlicher Sicherheitsmaßnahmen, um das Betriebssystem eines Servers zu schützen. 

Zur Härtung eines Betriebssystems gehören:

  • Endpoint-Sicherheitssysteme und Firewalls bereitstellen
  • CIS-Benchmarks für Best Practices im Bereich Sicherheit befolgen
  • Überflüssige Treiber entfernen
  • Secure Boot aktivieren
  • Das Betriebssystem automatisch mit Patches und Updates aktualisieren

3. Datenbankhärtung

Bei der Datenbankhärtung wird das Datenbankmanagementsystem so gesichert, dass es frei von Schwachstellen ist.

Beispiele für Techniken zur Datenbankhärtung sind:

  • Systeme regelmäßig auf veraltete Konten überprüfen
  • Rollenbasierte Zugriffskontrollrichtlinien (RBAC) implementieren
  • Das Prinzip der geringsten Berechtigung anwenden
  • Datenbanksoftware regelmäßig patchen und aktualisieren
  • Nicht benötigte Datenbankdienste deaktivieren
  • Starke Datenbankpasswörter verwenden

4. Netzwerkhärtung

Netzwerkgeräte wie SANs, Router, Load-Balancer und Gateways sind, um nur einige zu nennen, besonders anfällig für Cyberangriffe, da sie den Angriffsvektoren am stärksten ausgesetzt sind. Netzwerkhärtung bezeichnet die Nutzung von Netzwerkschutztechniken, um das Netzwerk vor unbefugten Benutzern zu schützen.  

Weitere Schritte umfassen:

  • Firewalls absichern
  • Starke Passwortrichtlinien implementieren
  • Nicht benötigte oder ungenutzte Dienste deaktivieren
  • Zugriffsberechtigungen überprüfen
  • Netzwerkverkehr verschlüsseln
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Durch den Einsatz der oben genannten Techniken und eines Systems zur Erkennung und Verhinderung von Eindringversuchen verringern Sie die Angriffsfläche Ihres Netzwerks und tragen dazu bei, den Sicherheitsstatus Ihres Unternehmens zu verbessern.

5. Härtung von Softwareanwendungen

Das Ausnutzen von Schwachstellen in Anwendungen, um sich unbefugten Zugang zu Systemen zu verschaffen, ist eine gängige Taktik von Cyberkriminellen. Bei der Anwendungshärtung werden zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen implementiert, um auf Ihrem Server installierte Anwendungen vor Betrugstechniken wie Reverse Engineering, unbefugter Manipulation oder Debugging zu schützen.

Weitere Beispiele für Anwendungshärtung sind: 

  • Code verschleiern, damit Angreifer Schwierigkeiten haben, die Informationen zu entschlüsseln
  • Nur Anwendungen aus der Whitelist auf dem System ausführen lassen
  • White-Box-Tests verwenden, um verborgene Schwachstellen aufzudecken
  • Polymorphie implementieren, um Reverse Engineering für Hacker zu erschweren 

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Best Practices 

Audits durchführen

Durch regelmäßige und umfassende Audits Ihrer bestehenden Sicherheitslage bleiben Sie Bedrohungsakteuren stets einen Schritt voraus. Die Dokumentation aller Aktivitäten ist bei der Untersuchung von Sicherheitsvorfällen hilfreich. Sobald Sie mithilfe eines Audits die Schwachstellen identifiziert haben, können Sie verschiedene Arten von Sicherheitstests wie Penetrationstests, Konfigurationsscans und Schwachstellenscans einsetzen, um Bedrohungen und Schwachstellen aufzudecken und zu beheben.

Starke Passwörter verwenden

Unzureichende Praktiken bei der Passwortsicherheit können Ihr Unternehmen Brute-Force- und Phishing-Angriffen aussetzen. Eine Richtlinie für starke Passwörter ist für Ihre Cybersicherheitsmaßnahmen entscheidend. Folgende Schritte können Sie für eine robuste Passwortrichtlinie befolgen:

  • Passwörter mit 8–10 Zeichen wählen, die Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Symbole kombinieren
  • Für verschiedene Konten unterschiedliche Passwörter verwenden
  • Ihr System mit den neuesten Patches aktualisieren, um Schwachstellen zu reduzieren
  • Für zusätzliche Sicherheit ein Zwei-Faktor-Authentifizierungssystem verwenden
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Von der Branche anerkannte Leitfäden verwenden

Es gibt zahlreiche von der Branche anerkannte Richtlinien, die Sie bei der Systemhärtung unterstützen. Beispielsweise sind die Defense Information Systems Agency (DISA), das Center for Internet Security (CIS) und das National Institute for Standards and Technology (NIST) international für ihre Richtlinien zu Sicherheitsstandards anerkannt. Wenn Sie Ihre Bewertungen der Systemhärtung anhand der von diesen Organisationen bereitgestellten Ressourcen durchführen, können Sie robuste Best Practices für die Systemhärtung in Ihrem Unternehmen entwickeln.

Rollenbasiertes Zugriffssystem einrichten

Eine weitere Best Practice besteht darin, den Zugriff auf kritische Komponenten Ihrer Infrastruktur zu beschränken, indem Sie den Zugang auf Grundlage der Benutzerrollen gewähren. In einem rollenbasierten Zugriffssystemwerden Benutzer anhand ihrer Rollen klassifiziert. Dadurch wird sichergestellt, dass sie nur auf die Informationen zugreifen, die für die effektive Erfüllung ihrer Aufgaben unbedingt erforderlich sind.

Software von Drittanbietern regelmäßig aktualisieren

Der State of Software Security (SOSS) zeigt, dass etwa ein Drittel der Apps mehr Sicherheitslücken in Bibliotheken von Drittanbietern als in der nativen Codebasis aufweisen. Dennoch nehmen es nur wenige Unternehmen ernst. Software von Drittanbietern birgt oft zahlreiche Sicherheitsrisiken. Daher gehört es zu den Best Practices der Systemhärtung, sie regelmäßig zu aktualisieren, damit Sie nicht unvorbereitet von einer eklatanten Sicherheitslücke getroffen werden.

Wirksame Cybersicherheit durch Systemhärtung

Die Systemhärtung kann ein komplizierter und langwieriger Prozess sein, ist jedoch für eine wirksame Cybersicherheitspolitik unerlässlich. Der Aufwand für ihre Umsetzung lohnt sich, insbesondere wenn man die Folgen bedenkt, die das Fehlen einer soliden Cybersicherheitsstrategie mit sich bringt.

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Susnigdha Tripathy

Susnigdha Tripathy is a full-time writer and editor based in Singapore, and a regular contributor to Enterprise Networking Planet. She has over 10 years of experience writing, editing, and delivering exceptional content for a variety of international technology brands such as Virtasant, a cloud technology company, and Krista Software, a provider of intelligent automation solutions. She has also appeared in ServerWatch and other industry publications.

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