Während Arbeitskräfte auf der ganzen Welt weiterhin mit der COVID-19-Pandemie ringen, sind zahlreiche Erkenntnisse und Trends darüber entstanden, wie und warum wir arbeiten. Eine Erkenntnis und der damit verbundene Trend sind jedoch besonders deutlich geworden: Ungleichheiten, die bereits vor der Pandemie am Arbeitsplatz bestanden, wurden durch sie noch verschärft – insbesondere, da sich die globale Arbeitswelt dauerhaft zu einem Work-from-anywhere-Modell wandelt. Dieser Trend ist wohl zugleich eine Lösung für und ein Verstärker systemischer Ungleichheiten am Arbeitsplatz, insbesondere im Hinblick darauf, wie Beschäftigte interagieren und zusammenarbeiten.
Unabhängig davon, ob dieses neue Arbeitsparadigma für Ihr Unternehmen gut funktioniert, hat es zu einer erhöhten Nachfrage nach Unified Communications as a Service (UCaaS) geführt, das eine zentrale Schnittstelle bereitstellt, über die Beschäftigte kommunizieren und zusammenarbeiten können. Wie der Name bereits sagt, bündelt Unified Communications alle Kommunikationsformen – etwa Sprachanrufe, Messaging/Chat und mehr – in einer Softwareplattform, um Kommunikation und Zusammenarbeit einfach und barrierefrei zu machen.
Auch wenn es keine Patentlösung für Ungleichheiten am Arbeitsplatz gibt, kann UC Teil einer systemischen und kulturellen Initiative sein, um die Chancengleichheit an Ihrem Arbeitsplatz zu verbessern – insbesondere bei Fragen der Barrierefreiheit, der Verteilung der Arbeitsbelastung und der zwischenmenschlichen Dynamik.
Lesen Sie auch: 7 Trends bei Unified Communications und Collaboration für Unternehmen
UC zur Verbesserung der Chancengleichheit
Im Folgenden erfahren Sie, auf welche Weise UC Ihre Beschäftigten unterstützt und damit die Chancengleichheit am Arbeitsplatz verbessert.
UC für geräte- und modalitätsunabhängige Interaktionen
UC ermöglicht Beschäftigten, nach ihren eigenen Vorstellungen zu arbeiten und zusammenzuarbeiten. Die richtige UC-Software für Ihr Unternehmen unterstützt eine Vielzahl von Geräten und Betriebssystemen, sodass Beschäftigte ihre eigenen Geräte im sogenannten Bring-your-own-device(BYOD)-Modell verwenden können. Mit UC können Beschäftigte mit dem Betriebssystem arbeiten, mit dem sie sich am wohlsten fühlen – ob auf Mobilgeräten Apple oder Android und auf Laptops und Desktop-Computern Mac oder PC.
Neben der Möglichkeit, das Gerät selbst zu wählen, berücksichtigt die Bandbreite der in UC-Software verfügbaren Kommunikations- und Zusammenarbeitsmodalitäten unterschiedliche Vorlieben bei der Kommunikation. Während manche klassische Anwendungen wie E-Mail oder Sprachanrufe bevorzugen, fühlen sich andere mit Chat oder Videokonferenzen wohler. Mit UC können Beschäftigte, deren Kinder zu Hause sind, weil die Schule ausfällt, problemlos zum Chat statt zu einer Audiokommunikation wechseln und bei Videokonferenzen ihre Kamera ausschalten.
UC für Teams und Teammitglieder mit unterschiedlichen Fähigkeiten
UC passt sich an die Fähigkeiten der Nutzer an. Fortschritte bei der künstlichen Intelligenz haben UC für Menschen mit unterschiedlichen körperlichen, sprachlichen und kognitiven Fähigkeiten zugänglicher gemacht. Besonders deutlich zeigen sich die Vorteile bei Telefon- und Videokonferenzen. So machen beispielsweise Sprach-zu-Text-Funktionen wie Untertitel sowie Text-zu-Sprache-Funktionen Informationen für Nutzer zugänglich, die Informationen am besten durch Lesen beziehungsweise Zuhören aufnehmen. Bei der Sprachausgabe können Teammitglieder mündlich oder über die Chatfunktion beitragen.
Ein weiterer Vorteil von UC-Software für Besprechungen besteht darin, dass Aufnahme- und Freigabefunktionen es Beschäftigten ermöglichen, Inhalte „auf Abruf“ anzusehen oder anzuhören. So können sie nachholen oder wiederholen, was sie wollen, wann sie wollen und so oft sie wollen. UC verbessert das Besprechungserlebnis für alle.
UC für eine gerechte Verteilung der Arbeitsbelastung
UC-Software eignet sich auch für die Zusammenarbeit. KI erweitert manche UC-Software um Zeiterfassungstools, deren Daten in einen Algorithmus einfließen. Die daraus gewonnenen Informationen zeigen Projektmanagern, welche Aufgaben in Teamprojekten mehr Zeit und Energie erfordern. Mit diesem Wissen können Projektmanager größere Aufgaben effektiver auf verschiedene Teammitglieder verteilen und Besprechungen hinsichtlich Dauer und Teilnehmerkreis optimieren.
UC für einen ergebnisorientierten Ansatz
Angesichts der heutzutage unterschiedlichen Arbeitsplatzmodelle ist es leicht, UC-Software zur Überwachung der „Sichtbarkeit“ oder „virtuellen Präsenz“ von Beschäftigten einzusetzen. Das kann jedoch einer chancengleichen Arbeitsplatzkultur entgegenwirken. Beschäftigte könnten das Gefühl bekommen, überwacht zu werden und man traue ihnen nicht zu, ihre Aufgaben zu erledigen. Alleinerziehende und pflegende Angehörige, die zu Hause arbeiten, könnten diesen Druck besonders stark spüren. Stattdessen können Sie UC-Software nutzen, um den Fokus auf Projektmeilensteine und Ergebnisse zu legen.
UC, um Bedenken zu äußern
Über den Bildschirm von UC fühlen sich Beschäftigte eher dazu befähigt, das Wort zu ergreifen, wenn sie Diskriminierung erleben oder beobachten. UC bietet Beschäftigten außerdem verschiedene Möglichkeiten, problematische zwischenmenschliche Dynamiken am Arbeitsplatz zu melden und – noch wichtiger – zu dokumentieren. UC stellt mehr Kanäle bereit, um Bedenken am Arbeitsplatz anzusprechen und ihnen nachzugehen.
Warum UC für die Chancengleichheit am Arbeitsplatz wichtig ist
Ob zum Guten oder zum Schlechten: Die Pandemie hat die Arbeit für die meisten von uns grundlegend verändert. Remote-Arbeit wird bleiben, und UC wird weiterhin eine wichtige Rolle dabei spielen, das neue Arbeitsparadigma zu unterstützen und daraus entstehende Ungleichheiten am Arbeitsplatz anzugehen. UC ist keine Universallösung, hilft Managern und Unternehmensleitern jedoch dabei, Ungleichheiten bei Barrierefreiheit, Arbeitsverteilung und zwischenmenschlicher Dynamik zu erkennen und zu beheben.
Lesen Sie als Nächstes: Die wichtigsten UCaaS-Anbieter und -Unternehmen für 2021